Eine kurze Geschichte des Morsecodes
Der Morsecode wurde in den 1830er Jahren von Samuel Morse und Alfred Vail für den elektrischen Telegraphen entwickelt — das erste System zur nahezu echtzeitigen Übertragung von Informationen über große Entfernungen. Jeder Buchstabe und jede Ziffer wird als Sequenz kurzer Signale (Punkte) und langer Signale (Striche) kodiert.
Die ITU (Internationale Fernmeldeunion) standardisierte den Morsecode 1865. Die internationale Version wird heute noch im Amateurfunk, in der Luftfahrt (VOR-Baken-Kennungen) und in bestimmten Notfallkommunikationskontexten verwendet.
Wie Morsecode funktioniert
Jedes Zeichen entspricht einer eindeutigen Punkt-Strich-Sequenz. „E" ist der häufigste Buchstabe im Englischen und entspricht einem einzigen Punkt (·). „T" entspricht einem einzigen Strich (–). Seltenere Buchstaben haben längere Sequenzen: „Q" ist (– – · –).
Abstände zwischen Buchstaben werden durch eine kurze Pause dargestellt; Abstände zwischen Wörtern durch eine längere Pause. In geschriebenem Morse werden Buchstaben durch Leerzeichen und Wörter durch einen Schrägstrich (/) getrennt.
Audio-Wiedergabe: den Code hören
Die Audio-Wiedergabefunktion verwendet die Web Audio API zur Synthese des charakteristischen 700-Hz-Tons mit dem korrekten Punkt-und-Strich-Timing. Eine Standard-Amateurfunkgeschwindigkeit von 20 WpM entspricht etwa 60 ms pro Punkt.